Bürgerinitiative zur Begleitung der Städtepartnerschaft Leverkusen - Wuxi, China

Archiv

Auf dieser Seite finden Sie:

  • Standesamtliche Trauungen im Drachenpavillion
  • Konfuzius und sein Wirken in China zu allen Zeiten
  • Ankündigung des Neumondfestes 2008
  • Besuch im China Zentrum der Steyler Missionare, St. Augustin
  • Tag des Ehrenamtes
  • Wirtschaftspartnerschaft mit Wuxi – eine Einbahnstraße?
  • Vortrag Dr. Woesler, Universität Witten-Herdecke, „Denken Chinesen anders?“

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Im Jahr 2011 fand das Neumondfest unter dem Motto
         
„Die Kunst der chinesischen Küche“

am Dienstag, 27. September 2011 in der Smidt-Arena statt.
Der Eintrittspreis war 25 EURO pro Person inclusive Essen.

In 2010 fand das Neumondfest im Gartensaal von Schloss
Morsbroich statt.
Weitere Hinweise dazu finden Sie auf der Webseite

neumondfest.de

Standesamtliche Trauungen im Drachenpavillion

Für den 9.9.2009 hatte sich das Standesamt etwas Besonderes einfallen lassen: Trauungen im Drachenpavillon im Neulandpark. Das Forum Wuxi-Leverkusen unterstützte Planung und Durchführung.

Ein festlich geschmückter Pavillon umgeben von weißen Zelten für die Gäste erwartete die Brautleute. Viele Hinweise auf die Symbolik der 9 in China schmückten die Reden. Das Geschenk der Stadt, eine Kalligraphie mit dem
Zeichen für Liebe, dazu ein Geschenk des Forum
Wuxi-Leverkusen, gespendet von Frau Spengler-Rast, sorgte
für strahlende Gesichter.

Chun Zang begleitete auf ihrer chinesischen Zither mit
zarten, perlenden Tönen. Diese Feier bei herrlichem
Sonnenschein wird den 13 Paaren sicher in Erinnerung
bleiben!

Hochzeiten im NeulandparkHochzeiten im Neulandpark

Bilder von den Trauungen im Neulandpark

Hochzeiten im NeulandparkHochzeiten im Neulandpark

Leverkusen, den 2. 3. 2008

Konfuzius und sein Wirken in China zu allen Zeiten

Am 28. Februar lud das Forum Wuxi-Leverkusen in das Best Western Hotel ein zu einem Vortrag dieses Themas. Dozent war Prof. Vittinghoff, Sinologe an der Universität Köln. Sein Vortrag war so lebendig und faszinierend, dass niemand merkte, wie die Zeit verflog. Zweieinhalb Stunden „China und Konfuzius“ und noch immer wurde Herr Prof. Vittinghoff mit Fragen bestürmt.

Meister Kong, Kong Fu Zi, 551-479 v.Chr., wurde uns dargestellt als erfolgloser Ratgeber der Politik, aber als sehr erfolgreicher Lehrer. Er setzte an die Stelle des Adels von Geburt den Adel des Geistes. Auf ihn geht die Tradition des gelehrten Beamtentums in China zurück, die bis zum Jahre 1906 Bestand hatte. „Seine Lehren haben ein unglaublich integratives Element“, führte Prof. Vittinghoff aus. Zu allen Zeiten erfuhren sie Erweiterungen, Anpassungen wie z.B. in der Auseinandersetzung mit dem Buddhismus oder Taoismus. Besonders interessierte die Zuhörer die Bedeutung des Konfuzianismus in der jüngeren chinesischen Vergangenheit.

Den Umgang der Volksrepublik (ab 1. 10. 1949) schilderte er uns in 5 Phasen:

  • 1. Phase (1949-1954) Festlegung des Klassenstandpunktes des Konfuzius und seiner Anhänger.
  • 2. Phase (1954-1957) Positiv-kritische Haltung gegenüber dem kulturellen Erbe.
  • 3. Phase (1957-1960) Hochschätzen der Gegenwart und Geringschätzung der Vergangenheit.
  • 4. Phase (1961-1969) Anti-Konfuzianismus-Haltung, gipfelnd in der Großen Proletarischen Kulturrevolution.
  • 5. Phase (1969-1975) Ideologisierung führt zur Anti-Konfuzius-Anti-Lin Biao-Kampagne.

Heute gilt Konfuzius wieder als Galionsfigur, als der große Lehrer der Nation, wobei der Neukonfuzianismus erneut funktionalisiert und systemstabilisierend eingesetzt wird.
In aller Welt werden Konfuzius-Institute gegründet. (Anmerkung: In Deutschland gibt es bereits mehr Konfuzius-Institute als in den USA.)
Selbst bei dem späten gemeinsamen Abendessen blieb Konfuzius Thema. Man ging erst auseinander, nachdem Prof. Vittinghoff versprochen hatte, zu einem weiteren Vortrag nach Leverkusen zu kommen.

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Neumondfest 2008 als Weltsportfest-Party

22. August 2008, Start 18:00 Uhr

Im vergangenen Jahr hat sich das Forum Wuxi-Leverkusen in einer China-Woche dem Leverkusener Publikum vorgestellt. Auftakt dazu war eine Gala, die sicher noch in guter Erinnerung ist.

In diesem Jahr möchten wir wieder ein besonderes Ereignis bieten. In Zusammenarbeit mit dem Sportpark Leverkusen gestalten wir eine Weltsportfest-Party in der Wilhelm-Dopatka-Halle.

Ein reichhaltiges Programm wird den Abend kurzweilig gestalten.

· Auf einer Großleinwand werden Ereignisse vom Weltsportfest in Peking zu sehen sein,
· Gespräche mit Sportlern und Trainern erläutern die Ergebnisse,
· Geschichtliches zum Sport in China zeigt andersartige Entwicklung auf,
· chinesische Speisen sorgen für Ihr leibliches Wohl und
· chinesische Musiker geben Ihnen das Gefühl, mitten dabei zu sein im Land des Weltsportfestes 2008.

Durch das Programm führt Wolfgang Roeske.

Lesen Sie weiter unter www.neumondfest.de

(klingt „Weltsportfest 2008“ in Peking nicht
lächerlich???   Muss aber sein, sonst droht wegen der Benutzung
des geschützten wahren Namens des Ereignisses eine kostenträchtige
Abmahnung!!!)

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FWL Logo

Besuch im China Zentrum der Steyler Missionare, St. Augustin

25. Mai 2009:
In Fortsetzung einer Informationsreihe im Jahr 2008 über geschichts- und mentalitätswirksame geistige Strömungen in China (Buddhismus, Konfuzianismus)fand ein Besuch im China Zentrum zum Thema Christentum in China statt. Im Vortragssaal des Museums eröffnete uns Pater Dr. M. Kollar, SVD, einen Blick in die Geschichte des Christentums in China. Es gelang ihm, in einem interessanten und unterhaltsamen Vortrag die vier Missionsperioden von 635 n. Chr. bis zur Missionsperiode der Gegenwart (Ende 1949) sowie die aktuelle Situation des Christentums in China darzustellen. Ein Besuch der Ausstellung „Christliches Kunstschaffen in China“ rundete den Besuch ab.

Wir werden in Zukunft verstärkt auf Vorträge und Veranstaltungen des China Zentrums hinweisen.

Lektüre zum Vortrag: „Die Begegnung Chinas mit dem Christentum“, Haus Völker und Kulturen, St. Augustin 1980

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Tag des Ehrenamtes

Am 16. Dezember 2006 beteiligte sich das Forum Wuxi – Leverkusen mit einem Stand am Tag des Ehrenamtes im Foyer des Forum Leverkusen. Es bot sich eine gute Gelegenheit, unseren Verein den zahlreichen Besuchern vorzustellen. Oberbürgermeister Ernst Küchler, Mitglied im FWL, besuchte den Stand ebenso wie die lokale Presse. Für die Beteiligung an der Ehrenamtsbörse erhielt das FWL die nachstehend abgebildete Urkunde.


Stand des FWL auf der Ehrenamtsbörse 2006 OB Ernst Küchler besucht den Stand des FWL
Urkunde für die Beteiligung an der Ehrenamtsbörse

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Zur Veranstaltung am 26. September 2006:

Wirtschaftspartnerschaft mit Wuxi – eine Einbahnstraße?

Vor gut gefülltem Saal stellte Oberbürgermeister Ernst Küchler auf Einladung des Forum Wuxi – Leverkusen seine Sicht auf die Möglichkeiten und Perspektiven der Wirtschaftspartnerschaft mit der chinesischen Stadt Wuxi dar.

Seine interessanten Ausführungen zur Geschichte der Leverkusener Städtepartnerschaften öffnete den Blick dafür, dass sie Ausdruck eines Zeitgeistes sind, wobei allerdings Leverkusener Eigensinn sich darin dokumentierte, dass die Stadt Verbindung zur damals jugoslawischen Stadt Ljubljana aufnahm, während um uns herum Partnerschaften mit
französischen Städten entstanden.

So ist auch die Wirtschaftspartnerschaft mit Wuxi, dieser Millionenstadt – 120 km westlich von Shanghai gelegen – aus der Zeit zu verstehen. China hat sich geöffnet, China drängt in die Märkte, Wirtschaft wird global betrieben, moderne Verkehrsmittel bringen Nähe.

An diesem Prozess, den große Leverkusener Firmen längst mitgestalten, nimmt die Stadt mit Aufnahme der Partnerschaft aktiv teil. „Wir können den Kopf nicht in den Sand stecken oder uns durch die Beschwörung einer „gelben Gefahr“ mutlos machen lassen. Wir haben viel zu bieten und stellen uns den Problemen,“ betonte Oberbürgermeister Küchler.

Dass sich mit Wuxi nicht eine Partnerschaft im üblichen Sinne anbot, sieht er z.B. darin begründet, dass die sonst Städtepartnerschaften tragenden Bürgerbegegnungen mit China auf Grund der Reisekosten schwer darstellbar sind. Dafür lassen sich aber Kontakte auf elektronischem Wege heute schon leicht bewerkstelligen. Dass es mit dem Forum Wuxi – Leverkusen bereits einen Verein gibt, der die Partnerschaft begleitet, durch Vermittlung von Kenntnissen über Land und Leute China den Menschen in Leverkusen näher bringt, begrüßte er sehr.

Dieses Näherkommen möchte er durch eine China-Woche in Leverkusen noch begünstigen. Die Planungen für diese Veranstaltung im nächsten Jahr sollen schon bald aufgenommen werden.

Die Einordnung der noch jungen Partnerschaft in das politische Geschehen in Leverkusen ergänzte Heinz – Dieter Roeloffs von der Wirtschaftsförderung Leverkusen durch beeindruckende Bilder von Bayer und Lanxess in Shanghai und Wuxi, gefolgt von einem Film, mit dem sich die Stadt Wuxi vorstellt. Er hob in seinen Ausführungen vor allem auch
die Möglichkeiten wirtschaftlicher Kontakte hervor.

OB Küchler diskutiert die Partnerschaft mit Wuxi

Von links: Oberbürgermeister Ernst Küchler,
Heinz-Dieter Roeloffs von der Wirtschaftsförderung
Leverkusen,
Hiltrud Meier-Engelen, 1. Vorsitzende des Forum Wuxi-Leverkusen

„Ist das denn nicht eigentlich eine Einbahnstraße?“ wurde gefragt. Oder „Was hat Leverkusen denn zu bieten?“

Beide Referenten waren einhellig der Meinung, dass unsere Stadt durchaus eine Menge zu bieten hat, neben den weichen Standortfaktoren eine blendende Infrastruktur, eine hervorragende Verkehrsanbindung, die Lage inmitten einer bevölkerungsstarken Region. Aus dem Publikum wurde darauf hingewiesen, dass der Handel mit Japan, später mit Korea auch zunächst
einseitig aussah, bis sich Firmen dieser Länder in Deutschland niederließen. Da müsse man ein wenig Geduld haben.

Fazit des Abends: Leverkusen lässt sich von der Globalisierung nicht einschüchtern, sondern will die Entwicklung mitgestalten.

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Zur Veranstaltung am 29. August 2006:

Dr. Martin Woesler, Sinologe und Dozent an der Universität Witten-Herdecke, lockte mit seinem Vortrag „Denken Chinesen anders?“ mehr als fünfzig Teilnehmer in das Best Western Hotel.  Erfreulich war auch die große Anzahl unserer chinesischen Freunde, die eigens aus Düsseldorf angereist waren.
Die Auflösung der Frage wurde recht spannend hinausgezögert, indem Dr. Woesler klar machte, dass Chinesen dank ihrer Schrift in „Piktogrammen“ sehr viel schneller Texte erfassen können.  Daran schlossen sich höchst spannende Ausführungen über den Zusammenhang von Schrift und Sprache in China an.  Dass Chinesen aber grundsätzlich nicht anders denken als Deutsche, könne man z.B. an einem deutschen Kind beobachten, das in China groß wird oder einem chinesischen, das in Deutschland groß wird.
Mit einer Fülle von Beispielen wies der Referent auf unterschiedliche Denk- und Verhaltensweisen hin, die sich aus dem jeweilig anderen
kulturellen Hintergrund entwickelt haben.
Für das gegenseitige Verständnis hat dieser Vortrag so manche Einsicht gebracht.  Die Zuhörer dankten mit tüchtigem Applaus.
Für das Forum Wuxi-Leverkusen überreichte seine Vorsitzende Hiltrud Meier-Engelen Herrn Dr. Woesler das Buch von Herrn Dr. Finckh über die Sammlung Morsbroich und verband es mit der Hoffnung, dass dies eine Verlockung darstelle, Leverkusen wieder zu besuchen.
Die anschließenden Unterhaltungen ergaben noch erfreuliche Einsichten
darin, wie viele chinesische Studenten inzwischen den Weg an deutsche Universitäten finden.

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